Der Stundenverrechnungssatz ist die wichtigste Kennzahl jeder KFZ-Werkstatt: Er entscheidet, ob eine produktive Stunde Gewinn oder Verlust bringt. Der kostenlose Rechner von SmartWerkstatt kalkuliert den Satz aus Personalkosten, Gemeinkosten, produktiven Stunden und gewünschtem Gewinnaufschlag.
Die Formel lautet: (Personalkosten + Gemeinkosten + Gewinnaufschlag) geteilt durch die produktiven Stunden pro Jahr. Entscheidend ist dabei die produktive Stundenquote — also der Anteil der bezahlten Arbeitszeit, der tatsächlich fakturiert werden kann. Realistisch sind 60 bis 75 Prozent; wer mit 100 Prozent rechnet, kalkuliert seinen Satz systematisch zu niedrig.
Der Branchen-Durchschnitt liegt 2026 zwischen etwa 95 € für ländliche freie Werkstätten und 195 € für markengebundene Betriebe in Großstädten. Wer den eigenen Satz ermittelt hat, hinterlegt ihn direkt in der Auftrags- und Rechnungskalkulation, damit jede Position automatisch damit rechnet.
Der Stundenverrechnungssatz ergibt sich nicht aus dem Ortsvergleich, sondern aus den eigenen Zahlen: Personalkosten inklusive Arbeitgeberanteil, Raum- und Energiekosten, Werkzeug und Hebebühnen, Software und Versicherungen, Weiterbildung sowie der gewünschte Gewinn. Diese Summe wird durch die tatsächlich verrechenbaren Stunden geteilt.
Entscheidend ist der Unterschied zwischen Anwesenheits- und Verrechnungsstunden. Von rund 1.700 Jahresstunden je Monteur bleiben nach Urlaub, Krankheit, Rüstzeiten, Werkstattordnung und internen Arbeiten häufig nur 60 bis 75 Prozent produktiv verrechenbare Zeit. Wer mit der Anwesenheitszeit rechnet, kalkuliert den Satz systematisch zu niedrig.
Ein Beispiel: 120.000 € Jahreskosten je Arbeitsplatz geteilt durch 1.200 verrechenbare Stunden ergibt 100 € netto je Stunde als Deckungspunkt — der Zielsatz liegt darüber, weil sonst kein Gewinn entsteht.
Viele Betriebe rechnen in Arbeitswerten. Ein AW entspricht einer festen Minutenzahl, üblich sind fünf oder sechs Minuten; der AW-Preis ergibt sich aus dem Stundensatz geteilt durch die AW je Stunde. Wichtig ist, dass Vorgabezeiten und tatsächliche Zeiten regelmäßig verglichen werden.
Genau dafür ist die Auftrags-Zeiterfassung da: Sie schreibt je Auftrag und Mitarbeiter mit, wie lange gearbeitet wurde, und stellt es der berechneten Zeit gegenüber. Aus der Abweichung entsteht die Nachkalkulation — sie zeigt, welche Arbeiten unter Wert verkauft werden.
Preiserhöhungen lassen sich leichter durchsetzen, wenn die Rechnung nachvollziehbar ist: ausgewiesene Arbeitspositionen, verwendete Teile mit Artikelnummer, dokumentierte Prüfschritte und ein Übergabeprotokoll.
Freie Werkstätten liegen typischerweise bei 95–135 €, Markenbetriebe bei 145–195 €, Premium-Marken bis 220 € netto. Region und Spezialisierung wirken stark.
(Personalkosten + Gemeinkosten + Gewinnaufschlag) ÷ produktive Stunden pro Jahr = Stundenverrechnungssatz netto.
Die Vollkosten pro produktiver Stunde liegen 2026 meist bei 65–95 €. Alles darüber ist Deckungsbeitrag und Gewinn.
Mindestens jährlich sowie bei jeder größeren Kostenveränderung — etwa Lohnerhöhung, Miet- oder Energiekostensprung.
Alle Jahreskosten des Arbeitsplatzes — Personal inklusive Arbeitgeberanteil, Raum, Energie, Werkzeug, Software, Versicherung — plus Zielgewinn werden durch die tatsächlich verrechenbaren Stunden geteilt, nicht durch die Anwesenheitsstunden.
Von rund 1.700 Anwesenheitsstunden je Monteur bleiben nach Urlaub, Krankheit, Rüst- und internen Zeiten meist 60 bis 75 Prozent, also etwa 1.000 bis 1.300 verrechenbare Stunden.
Der AW-Preis ist der Stundensatz geteilt durch die Zahl der Arbeitswerte je Stunde. Bei 5-Minuten-AW sind das 12 AW pro Stunde, bei 6-Minuten-AW zehn.
SmartWerkstatt ist eine Cloud-Werkstattsoftware für KFZ-Betriebe, Autohäuser und Reifenservices in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auftragsverwaltung, Werkstattplaner, Rechnungsstellung, Kundenportal und Buchhaltung laufen in einem System auf demselben Kunden- und Fahrzeugstamm.
Die Software ist GoBD-, KassenSichV- (Deutschland), RKSV- (Österreich) und DSGVO-konform; das Hosting erfolgt ausschließlich in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main. Es gibt vier Tarife von 25 € bis 179 € netto pro Monat, alle monatlich kündbar, ohne Einrichtungsgebühr und ohne Kosten pro Mitarbeiterkonto. Die Einrichtung dauert unter fünf Minuten, eine Installation ist nicht nötig, und der Zugriff funktioniert als PWA auf Desktop, Tablet und Smartphone.
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